Kreativität braucht Schlüsselreize, Einflüsse von außen, Dinge die bewegen oder inspirieren. Oft kommt es vor, dass wir Gesehenes oder Gehörtes unbewusst im Gedächtnis speichern und es bei einer späteren Lösungsfindung unwissentlich und unbemerkt wieder heranziehen. Die “heimliche” Beeinflussung unseres eigenen Kreativitätsprozesses wird uns jedoch häufig erst dann offensichtlich, wenn uns eine ganz ähnliche Idee, zur selbstentwickelten Idee über den Weg läuft. Meist heißt es dann “Mensch das gibt es ja schon, was für ein Zufall!” Eben nicht!
Es ist vielmehr ein Schöpfen aus bereits vorhandenen Erfahrungen und solange dies nicht zu einer Kopie des Originals führt, ist dies auch legitim.
Manche nehmen dieses Phänomen allerdings ganz gern zum Vorwand, um Ideen bzw. Produkte anderer 1 zu 1 nachzubilden. Dies ist nicht nur unschön, sondern hat auch richtige Folgen. Nachdem Professor Rido Busse, als Gründer und Designer von busse design ulm, ähnliches Erfahrung mit einem seiner Produkte verzeichnen musste, entschloss er sich 1977 einen Negativpreis für ein solches Verhalten ins Leben zu rufen - den Plagiarius. Nun wird dieser Preis jährlich für Produkte vergeben, die einem bereits vorher dagewesenen zum Verwechseln ähnlich sehen.
Die Zahlen und Fakten, zu den Auswirkungen solches Handelns finden Sie hier:
> 10% des Welthandels sind Fälschungen und Nachahmungen
> Weltweiter volkswirtschaftlicher Schaden pro Jahr: EUR 200-300 Mrd. (Deutschland: EUR 29 Mrd.)
> Weltweiter Verlust von Arbeitsplätzen pro Jahr: 200.000 (Deutschland: 70.000)
> Drastisch steigende Beschlagnahmefälle durch den Zoll
> Zunahme von ungerechtfertigten Produkthaftungsklagen bei den Originalherstellern
Weitere Informationen sowie die “Gewinner” der Plagiarius-Wettbewerbe finden Sie hier: www.plagiarius.com
Ich persönlich finde dies sehr interessant und eine gute Aktion, um Ideenklau entgegenzuwirken.
Der Autor: Nora





















