Das “Tagged Image File Format”, kurz TIFF oder TIF, ist eines der ältesten Grafikformate und ist das Hauptformat für gerasterte Bilder. Neben PDF und EPS gehört es damit auch zu den wichtigsten Formaten bei der Übermittlung von Druckdaten innerhalb von Druckereien und ist damit auch im Online-Druck sehr gefragt.
Das Grafikformat wurde von Microsoft in Kooperation mit Aldus entwickelt und dient nicht nur zur bloßen Speicherung von Bilddaten, sondern ist speziell für die Einbettung der Farbseparation von gescannten Rastergrafiken optimiert und wird üblicherweise plattformübergreifend von allen gängigen Grafik- und Layout-Programmen unterstützt.
Großer Vorteil von TIF ist die Möglichkeit einer völlig verlustfreie Arbeitsweise, auch wenn die Bilddaten optional komprimiert abgespeichert werden können. Dabei kommt die übliche LZW-Komprimierung im Gegensatz zum JPEG-Algorithmus ganz ohne Qualitätsverluste aus. Die ZIP-Komprimierungsmethode für älterer Software unter Umständen nicht lesbar.
Eine weiterer Grund für die weite Verbreitung im DTP-Bereich ist die Unterstützung des CMYK-Farbmodells sowie verschiedener Farbräumen und die Verwendung von Transparenzen und Ebenen. Außerdem eignet sich das Format für die Einbettung von ICC-Profilen und damit auch uneingeschränkt für die Druckausgabe. Dadurch hat sich TIF quasi als Standard für Bilder mit hoher Qualität etablieren können.
Bei der Erstellung von TIF-Dateien für die Übermittlung von Druckdaten sind jedoch trotz alledem einige Parameter richtig einzustellen, um ein optimales Ergebnis zu erhalten. So müssen alle vorhandenen Ebenen im Bild auf eine einzelne Hintergrundebene reduziert sein. Die Verwendung von Alpha-Kanälen sowie von angelegten Freistellungspfaden ist nicht erlaubt. Zudem sollten die Daten ohne Komprimierung gespeichert werden und die Pixel als “Interleaved” angeordnet sein.
Der Autor: SteAm




















