Es gibt eine Vielzahl von Falzmöglichkeiten, die sich meist aus einer Kombination von einzelnen Falzarten ergeben. Hier soll es jedoch, ganz konkret um den Altarfalz gehen. Doch vorab noch schnell ein paar Sachen geklärt!
Unter dem Begriff Falz wird, im Umgang mit Papieren, die Knickkante verstanden. In einer Druckerei wird die Falzung meist durch eine Maschine automatisiert vorgenommen.
Die Basis der meisten Falzarten bildet der Parallelfalz, wobei die Bruchkanten genau parallel zueinander verlaufen. So ist auch der Altarfalz eine Form davon.
Grundlegendes zum Altarfalz
Seinen Namen hat der Altarfalz, der Ähnlichkeit mit einem dreiteiligen Altar, zu verdanken. (s.oben Paumgartner-Altar von Albrecht Dürer) Seltener wird er auch Fensterfalz genannt, wobei der Namensursprung wohl ebenfalls von einer Assoziation mit so etwas alltäglichen, wie einem offenen Fenster, beeinflusst wurde.
Bei einem Altarfalz werden die zwei äußeren Seiten, ohne Überlappung, nach innen gefalzt. Außerdem bietet sich die Möglichkeit in der Bogenmitte einen weiteren Falz vorzunehmen. Insgesamt stehen somit sechs oder acht Seiten für eine freie Gestaltung zur Verfügung.
Durch seine besondere Art der Falzung, eignet sich der Altarfalz hervorragend um Spannungs- und Überraschungsmomente beim Betrachter hervorzurufen.
Wie das geht, sollen Sie hier erfahren!
Um die Werbewirkung eines Folders gezielt zu beeinflussen, ist es wichtig im Vorfeld daran zu denken, wie der spätere Betrachter (Ihr potentieller Kunde) mit dem Werbeträger umgeht. Ein potentieller Kunde sieht höchstwahrscheinlich zuerst das geschlossene Format, das bedeutet den Folder im gefalteten Zustand. Folgende Bilder mit der Nummer eins verdeutlicht dies.
offener Altarfalz (6-seitig)
geschlossener Altarfalz (8-seitig)
Wie verleihen Sie Ihrem Folder Wirkung?
Haben Sie eine Veränderung bekanntzugeben oder wollen Sie zeigen wie es Ihrem Kunden ohne Ihr Produkt und wie es Ihnen mit Ihrem Produkt ergehen würde, dann bauen Sie einen Spannungsbogen auf in dem Sie die AIDA-Formel befolgen. Dies ist eine bekannte Formel, für die Erstellung von Werbemitteln und bedeutet so viel wie:
- Attention (Aufmerksamkeit)
- Interest (Interesse)
- Desire (Wunsch/ Verlangen)
- Action (Aktion/ Handlung)
Die erste Seite dient also dazu Aufmerksamkeit zu erregen. Das bedeutet den potentiellen Kunden zu animieren nach dem Folder zu greifen. Dies kann aus unterschiedlichen Motiven heraus passieren: entweder aus großer Themenrelevanz für den Betrachter oder aus Neugier.
Erklärt an einem Beispiel
Nehmen wir mal an Sie betreiben ein Entrümplungs- und Umzugsunternehmen. So könnten Sie auf der ersten Seite ein Bild einer chaotischen Wohnung platzieren und durch Fragen wie folgende, Bilder im Kopf des Betrachters entstehen lassen und die Neugier wecken:
- Kommen Ihre Schwiegereltern zu Besuch?
- Immer noch Single?
- Wann haben Sie Ihre Katze das letzte mal gesehen?
Auf der nächsten Seite sollten Sie den Zusammenhang mit Ihrem Unternehmen aufklären und Ihren Angebotskatalog sowie ein Logo platzieren. (Ihr Logo kann auch schon auf der ersten Seite zu sehen sein, es sollte nur nicht dominieren) Überzeugen Sie den Leser mit kurzen Stichpunkten das Sie das richtige Unternehmen für einen Umzug oder ähnliches sind. Angaben zu Ihren Preisen und Kontaktmöglichkeiten sollten Sie anschließend auf der Rückseite Ihres Folders positionieren. Haben Sie auf den vorhergehenden Seiten überzeugt, wird Ihr potentieller Kunde sich nun für diese Informationen interessieren.
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Der Autor: Nora |




















