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In unserer neuen Serie möchten wir Neulinge im Printbereich über häufige Fehler in Druckdaten aufklären und Möglichkeiten aufzeigen, diese zu vermeiden. Selbst umfassende Anleitungen helfen oft nicht dabei, alle Fehlerquellen auszuschließen und auch erfahrenen Gestaltern aus dem Online-Bereich sind die Eigenheiten von Druckvorlagen unbekannt. |
Mit unserer Serie wollen wir Ihnen dabei helfen die gängigsten Fehler zu vermeiden, damit Ihr fertiges Druckprodukt auch ohne professionelle Hilfe Ihren Vorstellungen entspricht. Im ersten Teil stellen wir Ihnen den Randanschnitt vor. Bekannt auch unter den Bezeichnungen Beschnittzugabe oder Überfüller.
Teil 1. Randanschnitt
Die Beschnittzugabe ist für Druckdaten eine wichtige Eigenschaft, die die Qualität des erzeugten Produktes sichert. Ohne Randanschnitt werden bei Druckprodukten durch Toleranzen im Schneidevorgang Schnittkanten (sogenannte „weiße Blitzer“) sichtbar, die abhängig vom Layout Ihrer Daten optisch sehr negativ wirken können.
Ausgenommen von dieser Notwendigkeit sind lediglich Layouts, welche ohne Hintergrundfarbe erzeugt wurden und über keinerlei Elemente verfügen, die am Rand Ihres Produktes anliegen.
Bei allen anderen Datenvorlagen kann nur mit Zugabe der Beschnittfläche sichergestellt werden, dass Ihr Produkt ohne weiße Schnittkanten hergestellt wird.
Warum nicht einfach exakt schneiden?
Die Ursache für die entstehenden Schnittkanten ist physikalisch und technisch bedingt. Ihr Wunschprodukt wird gemeinsam mit zahlreichen anderen Produkten auf einem Bogen (Blatt) Papier gedruckt und anschließend in mehreren Lagen übereinander gemeinsam geschnitten. Je nach Grammatur des Papieres werden hier mehrere Hundert Lagen Papier übereinander gestapelt und durch eine Klinge auf das gewünschte Format zurechtgeschnitten. Um Verschiebungen innerhalb der Papierlagen gering zu halten, wird der Stapel gepresst, um bei Schneiden nicht zu verrutschen. Durch die Stauchung und Verdrängung verschieben sich die Papierlagen zueinander leicht.
Sind Ihre Druckdaten korrekt mit Beschnittzugabe angelegt, werden die geringen Abweichungen kaum sichtbar, da es sich innerhalb der Toleranzen um eine Differenz von maximal 3mm handelt. Optisch sind diese Abweichungen kaum zu erkennen. Eine korrekte Beschnittzugabe bedeutet, dass alle am Rand anliegenden Elemente (Hintergrundfarbe, Fotografien etc.) komplett in diesen Beschnittbereich hineinragen, womit bei Schnittabweichungen kein unbedrucktes Papier sichtbar wird, sondern ein vorab bereits passend bedruckter Verschnittbereich.
Was passiert wenn der Anschnitt fehlt?
Bei fehlendem Randanschnitt ist jede Schnittabweichung sofort sichtbar, da der Papierbogen nur innerhalb Ihrer Produktgröße bedruckt wurde. Es bilden sich weiße Ränder im Beschnittbereich, die abhängig vom Produkt sehr leicht zu erkennen sind. Gerade bei Produkten mit dunkler Hintergrundfarbe wirkt sich das optisch sehr nachteilig aus.
Beim Erzeugen von Druckdaten sollten Sie also immer beachten, dass Ihre Druckdaten mit Beschnittzugabe versehen sind. Für diesen Bereich gibt es in professionellen Softwares meistens entsprechend Einstellungen, die bereits beim Erstellen eines Dokumentes abgefragt werden. Aber auch ohne Profi-Software ist es möglich korrekte Druckdaten zu erstellen. Orientieren Sie sich einfach an vorhandenen Vorlagen. Alle unsere Vorlagen sind mit Maßangaben versehen, die den Beschnittbereich verdeutlichen.
So errechnen Sie den Randanschnitt und nutzen Ihn richtig
Bei allen Produkten kann man das korrekte Datenformat auch nach einer einfachen Methode berechnen. Nutzen Sie als Ausgangspunkt das offene Endformat Ihrer Druckdaten und erweitern Sie Breite, sowie Höhe um jeweils 6mm. Der Druckbereich Ihres Produktes befindet sich immer mittig auf der Arbeitsfläche, wodurch nun ein 3mm breiter Rahmen rund um Ihre Druckvorlage entstanden ist.
Dieser Rahmen muss nun mit allen am Rand anliegenden Elementen befüllt werden. Erweitern Sie Hintergrundfarben und verlängern oder verschieben Sie Bilder, Linien, Balken und sonstige Formen.
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Damit sind alle an der Schnittkante anliegenden Elemente „randabfallend“ platziert. Beachten Sie beim Verschieben und Erweitern Ihres Layouts in den Beschnittbereich aber immer, dass Ihre Druckvorlage um diese 3mm beschnitten wird. Es sollten also keine wichtigen Elemente im Beschnittbereich liegen. Wenn vorliegende Fotografien beispielsweiße nicht groß genug sind, um 3mm Beschnitt damit abzudecken, sollten diese ca. 3-5mm von der Schnittkante (6-8mm von der Datenkante) nach innen verschoben werden. Auch Texte sollten immer in diesem Abstand zum Format platziert sein, denn damit ist sichergestellt, dass das Element nicht beschnitten wird.
Wenn Sie unsere Hinweise beachten, oder unsere Druckvorlagen genutzt haben, um Ihre Druckdaten zu erstellen, sind Sie sicher davor geschützt, Produkte mit sichtbaren Schnittkanten zu erhalten. Sollten Sie trotzdem unsicher sein, ob Ihre Druckdaten den optimalen Vorgaben entsprechen, ist es immer ratsam die Möglichkeit einer Datenprüfung (Datencheck) durch Ihre Druckerei zu nutzen. Hier erhalten Sie hilfreiche Hinweise auf Fehler in Ihren Druckdaten und können diese korrigieren.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Erstellen Ihrer Druckdaten. Im nächsten Teil unserer Serie erläutern wir Ihnen die Probleme bei der Verwendung des falschen Farbraumes.
Der Autor: Peter


























