Bei Druckhilfszeichen handelt es sich um spezielle Hilfsmarkierungen auf Druckprodukten. Sie dienen sowohl als Orientierungspunkte bei der Weiterverarbeitung als auch zur Qualitätskontrolle während des Herstellungsprozesses.
Druckmarken müssen üblicherweise nicht vom Kunden angelegt werden, sondern werden in der Druckvorstufe außerhalb des später sichtbaren Bereiches positioniert und enthalten wichtige Anhaltspunkte und hilfreiche Zusatzinformationen für die Printproduktion.
Dabei differenziert man zwischen vier verschiedene Typen von Druckhilfszeichen, die sich in Form und Funktion wesentlich von einander unterscheiden.
Zum Einen gibt es die fadenkreuzförmigen Passmarken, welche in jeder einzelnen Druckfarbe an den Rand des Bedruckstoffs gedruckt werden. Sie dienen der Feinjustierung, denn nur wenn sie am Ende deckungsgleich übereinander liegen, wurden die Prozessfarben optimal zueinander gedruckt.
Zum Anderen gibt es Schnittmarken, die ebenfalls außerhalb des gedruckten Dokumentes liegen und als kurze Makierungslinien zeigen, an welcher Position der Bogen beziehungsweise Bedruckstoff in der Postproduktion zugeschnitten oder perforiert werden soll. Oft befinden sich diese auch als „Cut-Marks“ bezeichneten Beschnittmarken nur an den Ecken eines Blattes, wenn es sich um eine fast formatfüllende Abbildung handelt.
Druckhilfszeichen
Desweiteren existieren Falzmarken, die jedem von handelsüblichen Briefbögen bekannt sein dürften. In den meisten Fällen sind diese Markierungen nach Druck und Zuschnitt außerhalb des Satzspiegels noch sichtbar. Sie markieren die Positionen, an denen das Blatt gefalzt werden soll. Dies kann bereits in der Nachbearbeitung durch die Druckerei geschehen oder eben wie beim Briefpapier individuell vom Kunden per Hand gefalten werden. Meist werden Falzmarken gestrichelt und mit einer Stärke von 0,25 Punkt dargestellt.
Zu guter Letzt wird zusätzlich noch eine Reihe mit allen verwendeten Druckfarben abgebildet, die als Kontrollstreifen bezeichnet wird und der Überprüfung von Farbauftrag und Farbabfall dient. Daher werden Kontrollstreifen auch meist mit stetig abgeschwächter Deckkraft gedruckt, um Unregelmäßigkeiten besser sichtbar zu machen. Üblicherweise werden diese Prüfreihen bei der Verarbeitung abgeschnitten, jedoch finden sie sich zum Beispiel beim farbigen Zeitungsdruck oft auf einer Seite am unteren Rand und sind auch bei Verpackungsdrucken meist noch vorhanden.
Kontrollstreifen
Der Autor: SteAm




















