In der heutigen Zeit ist es kaum noch vorstellbar, ohne die virtuelle Welt zu leben. Sie hilft uns global mit unseren Mitmenschen zu kommunizieren und Kontakte aufrechtzuerhalten. So nutzen Unternehmen das Internet als Kommunikationskanal für ihre Verkaufs- und Werbestrategien. Vor allem die Internet-User bzw. Kunden werden immer mehr in die Entwicklung eines Produktes oder Dienstleistung einbezogen, indem ihre Wünsche und Bedürfnisse individuell umgesetzt werden. Daher sind Unternehmen bestrebt ihre Wertschöpfungsprozesse hinsichtlich der Kunden auszurichten. Ein wichtiges Element dazu ist das Internet, das sich zunehmend zu einem Mitmachweb avanciert hat. Die Integration der User im Web 2.0 steht daher für die interaktive Kommunikation untereinander.
Beim „Surfen“ durch die virtuelle Welt können ständig neue Informationen entdeckt und für den alltäglichen Bedarf genutzt werden. Auffällig ist, dass es nun weniger altmodische, statische Webseiten gibt. Die Zeit der vernetzten und interaktiven Kommunikation macht es möglich Interessen und Probleme in Blogs, Foren und Social Networking Plattformen auszutauschen. Durch die unterschiedlichen Interessensgruppen entstehen vielseitige Themen, die im Internet erstellt und übermittelt werden. Dieser Kommunikationsaustausch wird auch als Mitmachweb verstanden.
Dieses Medium birgt nicht nur für Privatnutzer, sondern auch für Unternehmen verschiedene Vorteile. Neben den o.g. Plattformen stehen ebenfalls weitere Anwendungen wie Web-Konferenzen, Instant Messaging, Podcasts oder Wikis im Rampenlicht, denn sie bereichern zunehmend das Wissensmanagement im Unternehmen. Werden bei Web-Konferenzen „virtuelle“ Meetings zwischen Teilnehmern an unterschiedlichen Orten organisiert und durchgeführt, so verbirgt sich hinter Podcasting die Veröffentlichung von Audio- und Videodateien über das Internet, die vom User abgerufen werden können. Beim Instant Messaging werden Nachrichten in Echtzeit über ein Netzwerk übermittelt und direkt vom Kommunikationsempfänger genutzt werden. Eine wichtige Rolle im Web 2.0 haben auch Wikis. Diese werden als Online-Enzyklopädie verstanden und bilden eine kollektive Intelligenz, indem wissenschaftliche Themen, Artikel und Berichte von registrierten Benutzern oder anonymen Surfern erstellt und verbessert werden können. Der Vorteil dieser aufgeführten Web-Methoden sind u.a. die erleichterte Informationsgenerierung durch die virtuelle Zusammenarbeit und der Austausch mit Internet-Usern. Es können Tipps, Tricks & Ideen schneller gesammelt und gemeinsame Projekte geplant und realisiert werden.
Eine wesentliche Herausforderung besteht jedoch in den Gefahren des Mitmachweb. Denn durch die vernetzte Kommunikation im World Wide Web können Informationen beliebig publiziert werden. Dazu zählen leider auch Fehlinformationen oder Manipulationen durch den Verfasser. Beispielsweise als freie Enzyklopädie führt Wikipedia Sicherheits- und Kontrollmechanismen durch. Damit soll Gefahren der negativen Beeinflussung durch falsche Informationen entgegengewirkt werden. Ein kompletter Ausschluss schädigender Kommentare und Informationen ist bisher noch nicht zu erreichen. Die Beseitigung durch Filterfunktionen oder Identifikationsprogramme ist ein wünschenswertes Werkzeug für viele Unternehmen, die ihr Hauptgeschäft Online realisieren. Bisher bleibt dies aber noch ein Wunschgedanke.
Betrachtet man die Entwicklung des Internets und die daraus entstehenden Möglichkeiten interaktiv miteinander zu kommunizieren, so überwiegt - neben den Gefahren des freien Informationsaustausches - der positive Nutzen der Userintegration z.B. in den Unternehmensprozessen. Damit können individuelle Wünsche und Bedürfnisse der Internetnutzer bzw. potenziellen Kunden umgesetzt werden. Die Türen einer erfolgreichen Kundenintegration im Unternehmen stehen somit offen, sie müssen nur noch erkannt und genutzt werden.
Der Autor: Felix





















