Hallo liebe Printblogger-Leserinnen und Leser. Wie letzte Woche versprochen folgt heute der 2. Teil unseres Tutorials zum digitalen Bokeh-Effekt - diesmal schauen wir uns GIMP an. Hier finden Sie das Photoshop-Tutorial von letzter Woche.
Die Vorgehensweise in GIMP ist äquivalent zu der in Photoshop, allerdings gibt es leichte Abweichungen bei der Pinselerstellung und dem Pinseleinsatz.
1. Wir öffnen uns in GIMP ein 600 x 600 px großes Dokument mit transparentem Hintergrund und „Graustufen“ als Farbraum. Dann ziehen wir uns eine elliptische Auswahl mit festem Seitenverhältnis, um einen runden Kreis zu erzeugen.
2. Diese Auswahl füllen wir mit dem Füllen-Werkzeug (Umschalt + B) mit Schwarz. Danach gehen wir auf Auswahl -> Verkleinern und geben 5 px ein. Den nun markierten Teil löschen wir, so dass nur noch der 5 px breite Rand übrig bleibt.
3. Die Randebene duplizieren wir anschließend und füllen die neue Ebene erneut mit dem Füllen-Werkzeug mit Schwarz. Die Deckkraft der neuen Ebene senken wir auf 50 %.
4. Nun vereinen wir beide Ebenen, indem wir mit Rechtsklick auf die obere Ebene und auf „Sichtbare Ebenen vereinen“ gehen. Mit OK bestätigen wir die Voreinstellungen und gehen dann wieder mit Rechtsklick auf die Ebene im Ebenendialog und auf „Auswahl aus Alphakanal“.
5. Wir gehen nun auf Bild -> Auf Auswahl zuschneiden und entfernen damit die nicht genutzten Bildränder.
6. Nun müssen wir nur noch unsere Vorgabe in einen Pinsel umwandeln. Dazu gehen wir auf Bearbeiten -> Kopieren und anschließend auf Bearbeiten -> Einfügen als -> Neuer Pinsel. Wir geben unserem Pinsel für die Wiedererkennung einen Namen und bestätigen das Ganze mit OK. Dieses Dokument können wir anschließend schließen und unser eigentliches Dokument kann geöffnet werden. Dieses hat einen beliebige Größe, den Farbraum RGB und einen transparenten Hintergrund.
7. Nun füllen wir die Hintergrundebene mit einem linearen Verlauf von Dunkel zu Hellgrau. Dabei setzt man am unteren Rand des Dokuments an und zieht den Verlauf mit gedrückter Strg-Taste weit über den oberen Rand hinaus.
8. Wir erstellen uns eine neue Ebene und füllen diese nun mit einem linearen Verlauf unserer Wahl (hier: Abstract 3) von links unten nach rechts oben. Als kleinen Tipp: Sollte einem der gewünschte Verlauf nicht zusagen, kann man per Zufallsgenerator einen anderen auswürfeln. Dazu auf Filter -> Render -> Wolken -> Plasma gehen. Die Turbulenz auf 0,1 stellen und so lange auf „Neu würfeln“ klicken, bis das passende Design gefunden wurde.
9. Den Ebenenmodus der soeben gefüllten Ebene setzen wir auf „Abwedeln“ und senken deren Deckkraft auf zirka 70%.
10. Nun machen wir uns daran unseren Bokeh-Effekt zu erstellen. Dazu schaffen wir uns zunächst drei neue Ebenen zwischen den beiden schon bestehenden Ebenen. Wir nennen die neuen Ebenen zur späteren Unterscheidung um und bearbeiten zunächst erst einmal die untere Ebene. Nun malen wir mit unseren zuvor definiertem Pinsel und den gegebenen Voreinstellungen (Vordergrundfarbe: Weiß, Skalieren: 1,00, Pinseldynamik: Zufall: Deckkraft / Härte / Größe, Verblassen) in unserer unteren, neuen Ebene.
11. Jetzt müssen wir auf diese Ebene den Gaußschen Weichzeichner mit einem Radius von 50 px anwenden. Dazu auf Filter -> Weichzeichnen -> Gaußscher Weichzeichner gehen. Abschließend senken wir noch die Deckkraft dieser Ebene auf 50 %.
12. In der mittleren Ebene wenden wir nun nur noch einen auf 0,50 skalierten Pinsel an und auch der Weichzeichenradius beträgt nur noch 30 %. Die Deckkraft wird auf nur 60 % gesenkt.
13. In der letzen der drei Ebenen skalieren wir den Pinsel auf 0,30, wenden den Weichzeichner nur noch mit 5 px an senken die Deckkraft auf nur noch 90%.
14. Zum Abschluss fügen wir noch ein paar kleine Highlights in einer weiteren neuen Ebene hinzu. Ein paar wellenförmig angeordnete Kreise und noch etwas Schrift und fertig ist unser Bokeh-Effekt in GIMP.
Unter Anwendung dieser Technik lassen sich aber auch ganz leicht Luftblasen herstellen.
Der Autor: Martin



































