
Auch wenn es der Winter dieses Jahr nicht so gut mit uns meint mit Schnee und Eis, möchte ich heute hier zeigen, wie man sich das Wintergefühl zumindest virtuell “herbeizaubert”. Wir nutzen dazu das frei verfügbare Bildbearbeitungsprogramm GIMP, welches wir uns hier kostenlos herunterladen können.
1. Als erstes erstellen wir uns in GIMP ein neues Dokument (Strg + N) in beliebiger Größe (hier: 800 x 600 px).
2. Bevor wir nun weiterarbeiten, müssen wir uns hier ein Script herunterladen. Dieses soll uns die von Adobe Photoshop bekannten Einstellungsmöglichkeiten für die Fülloptionen bieten und wird unter dem Pfad C:\Programme\GIMP-2.0\share\gimp\2.0\scripts installiert. Wir können dieses Skript dann in GIMP über Filter -> Script - Fu -> Skripte auffrischen aufrufen und alle Funktionen sind anschließend unter Script - Fu -> Layer Effects zu finden. Sollte das Skript nicht sofort auffindbar sein, müssen wir GIMP neu starten.
3. Mit dem Textwerkzeug (T) schreiben wir mit der Schriftart “Gill Sans Ultra Bold Condensed” einen beliebigen Text. Die Schriftfarbe spielt dabei keine Rolle, da diese später mit dem soeben installierten Skript sowieso geändert wird.
4. Mit dem Ausrichten - Werkzeug (Q) klicken wir erst auf die Textfläche (1.) und zentrieren diesen dann mit Klick auf die markierten Symbole (2.) in unserem Dokument.
5. Bevor wir uns nun an den Einsatz der Fülloptionen machen können, müssen wir uns einen Verlauf in GIMP erstellen. Dazu gehen wir auf das Verlaufswerkzeug (L) und im dortigen Dialog auf den Farbverlauf. Mit Klick auf das markierte Symbol öffnen wir den Farbdialog und in diesem klicken wir auf die Schaltfläche “Neuer Farbverlauf”.
6. Wir müssen nun mit Rechtsklick auf die blau unterlegte Fläche den Reiter “Segmente gleichmäßig aufteilen” aufrufen. Da wir für unseren Verlauf 5 Farbstopps haben wollen, müssen wir die Anzahl der Abschnitte mit 4 angeben. Oben im Dialog können wir unseren Verlauf schon einmal in “Eis” umbenennen.
7. Die nun folgenden Schritte zur Festlegung der jeweiligen Farbe des Farbstopps sind zugegebenermaßen in GIMP etwas umständlich geregelt, aber nötig, damit unser Verlauf glatt verläuft. Zunächst aktivieren wir ein Segment, welches dann blau unterlegt ist und gehen auf “Farbe des linken Endpunktes” (#018FAE). Dann gehen wir auf “Farbe des rechten Endpunktes” und stellen dort die Farbe #08D9FF ein. Diese Schritte wiederholen wir bis alle Farbstopps mit folgenden Farben belegt sind: #04FCFF, #A8FEFF, #FFFFFF. Zum Abschluss verschieben wir die Farbstopps noch etwas, bis in etwa folgendes Bild entsteht und klicken auf “Speichern”.
8. Im nächsten Schritt gehen wir nun auf Script - Fu -> Layer Effects -> Gradient Overlay und stellen dort als Verlauf den soeben Erstellten ein. Den Typ des Gradienten geben wir mit “Shaped (angular)” an, die Weite des Verlaufes stellen wir auf 1 und setzen den Haken bei “Merge with layer”, wodurch die eigentlich separate Füllebene mit der Textebene verschmolzen wird.
9. Nun fügen wir einige Fülloptionen äquivalent zu Adobe Photoshop hinzu. Beginnen wollen wir hier nun mit dem Schatten nach innen (“Inner Shadow”, Blending Mode: Multiply; Choke und Offset Distance jeweils 0, Größe: 4,0, Offset Angle: 180).
10. Nun kommt der Schein nach Innen an die Reihe (“Inner Glow”; Farbe: #FFFFFF; Deckkraft: 70 %; Noise: 10; Blending Mode: Screen; Choke: 0; Größe: 40).
11. Jetzt kommt die Fülloption “Bevel and Emboss” (Abgeflachte Kante und Relief) zum Einsatz (Style: Inner Bevel; Tiefe: 1; Richtung: Hoch; Größe: 4; Soften: 3; Highlight Mode: Screen; Highlight Opacity: 100; Shadow Mode: Multiply; Shadow Opacity: 25).
12. Zu guter Letzt kommt noch die Fülloption “Satin” (Glanz) ins Spiel (Deckkraft: 20; Blending Mode: Multiply; Offset Angle: 0; Offset Distance: 8; Größe: 9; Haken bei “Invertieren” setzen).
13. Bevor wir nun mit dieser Ebene weiterarbeiten, gehen wir bei aktivierter Textebene auf Ebene -> Ebene auf Bildgröße.
14. Über Filter -> Rauschen -> Verstreuen geben wir für die Verteilungsmenge in beiden Richtungen 3 px ein.
15. Nun drehen wir zunächst das Bild um 90° im Uhrzeigersinn (Bild -> Transformation -> Um 90° im Uhrzeigersinn drehen). Danach gehen wir auf Filter -> Verzerren -> Wind und geben dort für Schwellwert und Stärke jeweils 3 ein.
16. Dann drehen wir unser Bild um 180° und geben die selben Werte für den Filter “Wind” noch einmal ein. Jetzt drehen wir unser Bild wieder um 90° im Uhrzeigersinn in die ursprüngliche Position. Nun gehen wir wieder auf den Wind - Filter und stellen jeweils für Rechts und Links beide Werte auf 2, so dass folgendes Bild entsteht.
17. Wir können uns nun hier (©www.sxc.hu, Chris1961) kostenlos noch ein entsprechendes Hintergrundbild herunterladen, welches wir zunächst in einer separaten GIMP-Datei öffnen und dort über Bild -> Bild skalieren auf unsere Dokumentengröße (hier 800 x 600 px) verkleinern.
18. Mit Strg + C kopieren wir das verkleinerte Bild und fügen es in unserem eigentlichen Dokument (Bearbeiten -> Einfügen als -> Neue Ebene) wieder ein. Dann schieben wir die Bildebene unter unsere Textebene und schon sind wir mit unseren Arbeiten am Ende.
Und hier wie gewohnt unser PDF zum Download: Tutorial: Eis-Texteffekt (18)
Der Autor: Martin







































