Hochkontrastbilder zeigen die enormen Helligkeitsunterschiede der Natur, wozu normale digitale Bilder nicht in der Lage sind. Für solche, sogenannten HDR - Bilder, benötigt man normalerweise Spezialkameras oder man stellt sie aus Belichtungsreihen zusammen (dabei wird ein Motiv mehrmals bei unterschiedlichen Belichtungseinstellungen abgebildet).
Aber es gibt im WorldWideWeb auch ein kleines Tool für Adobe Photoshop, mit dem sich ganz leicht HDR – Bilder aus einem normalen Bild erstellen lassen.
Natürlich kann dies kein Ersatz für eine Belichtungsreihe sein, aber mit kleinen Modifikationen liefert dieses Tool schon recht gute Ergebnisse. HDR bedeutet High Dynamic Range, was auf Deutsch so viel heißt wie hoher Dynamikumfang. Auf diesen digitalen Bildern sind die Helligkeitsunterschiede, wie sie in der Realität vorkommen, detailgetreu gespeichert.
HDR – Bilder werden aus Belichtungsreihen mehrerer Bilder im Photoshop zusammengesetzt. Dabei wird eine Szene so fotografiert, dass die jeweiligen Hauptbestandteile einzeln optimal belichtet sind. Im Photoshop oder auch mit Photomatix (http://www.photomatix.de/testen.html) können diese verschiedenen Bilder dann zu einem HDR-Bild zusammengefügt werden. Wir wollen uns hier aber auf die Erstellung eines Pseudo – HDR – Bildes in Photoshop konzentrieren, also einem HDR – Bild, welches aus nur einem Ausgangsbild erstellt wurde.
1. Laden Sie sich das Tool hier herunter: http://FinesseFx.com/actions/pseudo-hdr/ und entpacken Sie die Datei in den Photoshop-Ordner “Vorgaben -> Aktionen”.
Über Fenster -> Aktionen kann das Tool dann in Photoshop aufgerufen werden. Im Aktionenfeld aus der Liste am rechten Feldrand Aktion laden wählen und die Aktion vom Speicherort aufrufen.
2. Jetzt klicken Sie auf das Feld Pseudo – HDR und drücken den Auswahl ausführen – Button in der unteren Taskleiste des Aktionenfeldes. Nun so lange auf Fortfahren klicken, bis Sie zur Eingabe des Radius aufgefordert werden.
Ein kleiner Radius bewirkt eine scharfe Trennung zwischen der Vignette und dem übrigen Bild, ein großer Radius bewirkt eine weiche Trennung. Sie können Werte zwischen 0 und 250 px eingegeben werden. Ich habe hier mit einem Wert von 200 px gearbeitet.
3. Nun werden Sie zur Eingabe eines Radius für den Hochpass aufgefordert. Dieser Filter erhält die Kantendetails im jeweiligen, angegebenen Radius, in dem Photoshop deutliche Farbübergänge erkennt. Der Rest der Kanten des Bildes wird von diesem Filter unterdrückt. Bei einem geringen Radius bleiben demnach nur die Farbpixel der Kanten erhalten. Dabei muss man etwas mit diesem Filter herumspielen. Ich habe hier einen Wert von 3 px gearbeitet.
4. Da dieses Bild hier aber zu dunkel erscheint, kann man die Deckkraft der Ebene „Vignette“ wieder etwas herabsetzen. Ich habe hier einen Wert von 40 % gewählt.
Selbstverständlich kann dieses Tool die professionelle Arbeit mit Belichtungsreihen nicht ersetzen, es liefert aber meiner Meinung nach doch recht passable Ergebnisse. Natürlich gilt bei diesem Tool, wie bei allen Aktionen in Photoshop: Es gibt tausend Möglichkeiten, um ein Ziel zu erreichen.
| Original Bild | Pseudo HDR Bild |
![]() |
![]() |
Der Autor: Martin



























