In diesem fünften von sieben Teilen stelle ich Ihnen diese Woche den Quantitätskontrast sowie seine Entstehung und Möglichkeiten zur Anwendung vor.
5. Quantitätskontrast
Der Quantitätskontrast (Mengenkontrast) ist der wohl natürlichste aller Farbkontraste, denn er entsteht durch unterschiedlich große Farbflächen, die in Harmonie oder Disharmonie zueinander stehen.
Grundlage dafür ist es, das Farben unterschiedlich stark auf uns Menschen wirken. Bereits Goethe befasst sich mit dem Einfluss und Erscheinungsbild von Farben. Er teilte Ihnen annäherungsweise Lichtwerte, je nach Leuchtkraft zu und schuf so die Möglichkeit Farben mit unterschiedlicher Wirkungsintensität in Harmonie zu setzen.
Lichtwerte (gelten nur für gesättigte Farben in ihrer höchsten Leuchtkraft):

Um das Flächenverhältnis zu errechnen, in dem die Farben zueinander in Harmonie stehen, müssen zunächst die Lichtwerte der Farben ins Verhältnis gesetzt werden. (Siehe Beispiel)

Für eine harmonische Wirkung, sollten anschließend die Größen der Farbflächen, entgegengesetzt dem Intensitätsverhältnis der Farben bestimmt werden. Das bedeutet im Beispiel von gelb:violett, dass die Farbfläche von violett dreifach so groß sein sollte, wie die Gelbe. Die Größe der Fläche der einen Farbe kompensiert dabei die stärkere Wirkung der Anderen.

Werden Farben je nach Stärke ihrer Farbwirkung in unterschiedlich großen Farbmengen dargestellt, ist es möglich jeden anderen Farbkontrast zu neutralisieren bzw. seine Wirkung zu dämpfen.
Beispiele für die Anwendung des Quantitätskontrastes:
Kunst:
Vincent Van Gogh: Sternennacht über der Rhone (1888)
Quellen:
http://lehrerfortbildung-bw.de/kompetenzen/gestaltung/farbe/kontrast/quan-kon/
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Starry_Night_Over_the_Rhone.jpg&filetimestamp=20061003225125
http://de.wikipedia.org/wiki/Simultankontrast#Simultankontrast_-_Sukzessivkontrast
Der Autor: Nora




















