Da das typische Visitenkartenformat von
85×55 mm darauf zugeschnitten ist bequem in jeden Geldbeutel bzw.in jede Hosentasche zu passen, steigt die Wahrscheinlichkeit das ein Kommunikationsträger in diesem Format von potenziellen Kunden nicht nur kurz betrachtet und wieder weggelegt, sondern einsteckt wird. Auf diese Weise wird erreicht, dass bei einem entsprechenden Bedarf, die passenden Informationen schnell zur Hand sind. Somit ist es auch nicht verwunderlich das sich im Laufe der Zeit weitere Formen der Nutzung für dieses Format entwickelt haben.
Grundsätzlich lassen sich zwei unterschiedliche Gestaltungsarten von Kommunikationsträgern unterscheiden, selbsterklärend und nicht selbsterklärend. Bei einer selbsterklärenden bzw. selbstwerbenden Gestaltung von Kommunikationsträgern wird davon ausgegangen, dass kein persönlicher Kontakt zwischen Anbieter und potentiellem Kunden stattfindet. Aus diesem Grund müssen die durch den Kommunikationsträger bereitgestellten Informationen etwas umfangreicher sein und für sich selber sprechen.
Visitenkarten werden üblicherweise von Person zu Person ausgetauscht. Sie dienen als solches der Weitergabe von Kontaktdaten sowie zur Erinnerung an ein meist geschäftliches Zusammentreffen. Die zu übermittelnden Informationen auf einer Visitenkarte sind dementsprechend als Ergänzung zu bereits mündlich gegebenen Informationen zu sehen. Somit kann bei der klassichen Verwendung auf eine selbsterklärende Gestaltung verzichtet werden.
Wie bereits Eingangs kurz erwähnt, haben sich jedoch auch andere Formen der Verwendung des 85×55 mm - Formates entwickelt, die sich von der der Visitenkarte unterscheiden. Ein besonders weitverbreitetes Beispiel dafür sind die kleinen Kärtchen von Gebrauchtwagenhändlern, welche ab und zu unter dem Scheibenwischer oder an der Seitenscheibe des eigenen Autos stecken.
Da diese Kärtchen als selbstwerbende Kommunikationsträger zum Einsatz kommen, ist es gewollt dem Betrachter auf diesem Weg so viele Informationen wie Möglich zu übermitteln. Schließlich muss die Frage nach dem “Warum”, also warum und wann sollte ein potentieller Kunde gerade mit diesem Anbieter in Kontak treten, allein durch den Kommunikationtsträger geklärt werden. Dementsprechend überfüllt und unübersichtlich sind diese Kärtchen. Dieser Umstand sowie die Art der Verteilung, haben dazu geführt, dass dem Verwandten der Visitenkarte ein negatives Image anhaftet.
Wie folgende Beispiele zeigen, gibt es aber auch positive Beispiele für den Einsatz des Visitenkartenformates als selbsterklärendes Werbekärtchen.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin das Formate für Sammelkärtchen zu verwenden, wie dies ein Arzeneimittelvertrieb im folgenden Beispiel getan hat.
Leider konnte ich nur die Nummer 2 von 12 bekommen, aber ich werde die Augen nach den restlichen Kärtchen offen halten. Auf der Vorderseite ist ein Bild der Heilpflanze zu sehen und auf der Rückseite werden nähere Informationen sowie die URL des Händlers angegeben.
Visitenkarten (DE)
Visitenkarten (AT)
Der Autor: Nora


























