Jeder Ideenfindung geht ein auslösender Moment voraus. Manchmal auch ein konkretes Problem, welches es zu lösen gilt. Ist dies in einem Unternehmen der Fall, ist es durchaus sinnvoll, mehrere Mitarbeiter an der Lösungsfindung zu beteiligen. Der Vorteil ist, in den unterschiedlichen Kenntnissen der Mitarbeiter und den daraus resultierenden verschiedenen Blickwinkeln, aus denen das bestehende Problem betrachtet wird, zu sehen. Allerdings gibt es nicht umsonst den Spruch “Viele Köche verderben den Brei”.
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Jetzt aber nicht gleich verzweifeln! Mit einer guten Koordination, bei der alle ”Köche” über den aktuellen Stand des gemeinsamen Projektes informiert sind, sollte dies kein Problem sein. Genau an diesem Punkt kommt die Metaplan-Technik, auch Pinnwandtechnik genannt, zum Einsatz. Sie bündelt Informationen für alle sichtbar an einer Pinnwand und strukturiert den Kreativprozess in einer größeren Arbeitsgruppe. |
Zur Anwendung dieser Methode werden folgende Dinge benötigt:
- Moderator
- Pinnwand/ Magnettafel
- Moderationskoffer mit Utensilien wie z.B. Karten in unterschiedl. Formen und Farben
Um die Ideenfindung zu kanalisieren, sollten schon im Vorfeld der Durchführung passende Fragenstellungen, in Form von Gewichtungsfragen, formuliert werden.
Diese Fragen dienen dazu, das allgemeines Stimmungsbild der Teilnehmer zu umreißen. Eine solche Frage könnte z.B. lauten: “Wie finden Sie unsere Produkte?”.
Bevor die Teilnehmer jedoch in die Anwendung der Metaplan-Technik einsteigen, sollte der Moderator eine kurze Einleitung zum Thema geben. Dies trägt maßgeblich zum Verständnis der Aufgabenstellung bei. (Im Beispielfall wird nach Optimierungs- potentialen im Produktportfolio gesucht) So vorbereitet kann der Moderator seinen Teilnehmern nun die erste Gewichtungsfrage stellen. Zur Visualisierung wird diese Frage auf einen Zettel geschrieben und für alle sichtbar an der Pinnwand befestigt. Daraufhin sind die Teilnehmer aufgefordert, Ihre Meinung in Form eines Punktes, den Sie unterhalb der Frage auf einer Skala anbringen, kund zu tun. (siehe Abbildung)

Auf Grundlage dessen kann der Moderator im zweiten Schritt mit Kartenfragen die näheren Gründe für die vorgenommenen Gewichtungen hinterfragen.
Verschiedene Frageformen, die dafür verwenden werden können, finden Sie hier.
Skalierende Fragen:
- Wenn sich unsere Produkte um einen Punkt verbessern würden, woran würden Sie dies erkennen?
- Was müsste passieren, damit unser Produktportfolio um einen Punkt klettern kann?
Zielorientierte, zukunftsorientierte Fragen:
- Was wäre anders, wenn das Produktportfolio besser wär?
- Was wäre hilfreich, um einzelne Optimierungsvorschläge umzusetzen?
- Was könnten Sie dazu beitragen?
Jeder Einwurf, jede gegebene Antwort oder Idee wird anschließend auf einer extra Karte notiert, einem Oberbegriff untergeordnet und an der Pinnwand angebracht. Beispielhaft dargestellt wird dies in folgender Abbildung:

Auf diese Weise findet umgehend eine offene Visualisierung des aktuellen Standes für alle Teilnehmer statt. Dadurch werden Dopplungen von Denkansätzen vermieden und ein sofortiges Anknüpfen an bereits vorhandene Lösungsansätze ermöglicht. Widersprüche ebenso wie Synergien innerhalb des Kreativprozesses werden sichtbar. Hinzu kommt, dass durch die Möglichkeit, einzelne Unterpunkte jederzeit zu verschieben oder neu anzuordnen, flexibel und schnell auf Verbesserungsvorschläge reagiert werden kann.
Wird Packpapier als Unterlage auf die Pinnwand gespannt, können zusätzlich zur Strukturierung der einzelnen Kategorien Pfeile angezeichnet werden. Auf diese Art und Weise können Beziehungen zwischen den einzelnen Ideen und Antworten gut dargestellt werden.
Wurden genügend Vorschläge und Ideen gesammelt, ist es hilfreich die einzelnen Pinnwände zu fotografieren. So wird ein Aufbereiten der gewonnenen Erkenntnisse im Nachhinein erleichtert.
Quellen:
http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/KOMMUNIKATION/Gespraechsfuehrung.shtml#Fragetechniken
http://de.wikipedia.org/wiki/Pinnwandmoderation
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Der Autor: Nora





















