Ich bin immer auf der Suche nach neuen Ideen und Trends und kann von mir eigentlich schon behaupten, mit offenen Augen durch die Welt zu rennen. So hab ich auch immer sehr viele Geistesblitze, wenn ich irgendwelche Motive oder Farben sehe. Wenn ich diese nicht sofort notiere, sind sie meistens in den nächsten Stunden wieder verflogen.
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Für grafische Ideen zück ich im Zug meistens meinen iPod und skizziere auf dem Ding rum. Da dies zwar zeitgemäß aber nicht stilecht ist, benutze ich für richtige Konzepte gern mein Moleskine und kann so schon begonnene “Projekte” weiterspinnen. Was macht aber den Reiz eines solchen Notizbüchleins aus? |
Moleskine ist eigentlich der Name eines Herstellers für eben diese Notizbücher, Kalender oder Skizzenblöcken - Moleskine Slr mit Sitz in Mailand, Italien. Der Name des Unternehmens ist gleichzeitig Markenname für alle Produkte. Am bekanntesten und beliebtesten sind aber die Notizbücher, von denen jedes einzelne einen individuellen Charakter besitzt - geprägt durch den der es mit Zeichnungen oder Ideen befüllt.
Die Notizbücher sind in einem genähten Buchrücken gebunden, das Papier ist beige, besitzt abgerundete Ecken und eine ganz eigene Haptik. Ein Moleskine hat ein Leseband, eine Falttasche auf der Innenseite des Einbandes sowie ein Gummiband, um es zusammenzuhalten. Welches bei intensiver Befüllung auch benötigt wird
Die Geschichte
Moleskine hat diese Art von Notizbüchern eigentlich nicht erfunden, sondern nur den Namen in den 90ern geprägt. Bücher mit denselben Eigenschaften wurden schon sehr gern von Künstlern wie Van Gogh, Picasso oder Ernest Hemmingway benutzt. Und vielleicht hat Hemmingway “Der alte Mann und das Meer” in genauso einem Büchlein niedergeschrieben.
Die ursprünglichen Notizbücher wurden von französischen Buchbindern gefertigt, welche Papier aus Pariser Papierwarengeschäften benutzten. So waren sie beliebtes Werkzeug für viele Künstler und Kreative der damaligen Zeit, die das Leben in Zeichnungen festhielten oder einfach gern im Freien arbeiteten.
Das Buch im heutigen Gewand wurde nach genauen Beschreibungen der Notizbücher gefertigt, die Bruce Chatwin benutze. Bruce Chatwin war ein britischer Schriftsteller und starb 1989 in Nizza an AIDS. Der Begriff Moleskine selbst ist ein Spitzname, den Chatwin in seinem 1986 erschienenen “Traumpfade” benutzte. In diesem Buch erzählt Chatwin die Geschichte eines Pariser Schreibwarenhändlers, der diese Notizbücher ursprünglich anbot. 1986 wurde Chatwin darüber informiert, dass der letzte Notizbuchhersteller aus Tours, aufgrund des Todes des Besitzers, seine Produktion einstellte. “Le vrai Moleskine n’est plus” sind die Worte, die Chatwin dem Besitzer des Papierwarengeschäfts in “Traumpfade” sagen ließ - “die wahren Moleskine gibt es nicht mehr”.
Anno 1997 stolperte ein kleines Unternehmen aus Italien - Modo&Modo Spa - über den Namen Moleskine, schützte ihn als Warenzeichen und entschied sich, die kleinen Büchlein wieder zum Leben zu erwecken. Beginnend mit einer kleinen Auflage, war der Siegeszug nicht mehr aufzuhalten. Der Name Moleskine erreichte recht bald Kultstatus.
Wer sich noch genauer über Notizbücher informieren will, dem sei folgender Blog empfohlen - Notizbuchblog
Galerie
Einige sehr schöne Beispiele zeige ich Euch nun hier:








Quellen:
Wikipedia
Beispiel Moleskine - behance.net
meine Erfahrungen
Viele weitere Einblicke findet ihr auf der Webseite des Herstellers moleskine.
Der Autor: SteAm





















