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Fast jeder hat schon mal ein Flugzeug oder ein Schiffchen aus Papier gebastelt, doch nicht jeder weiß, dass diese kleinen gefalteten Spielzeuge eigentlich Origamis sind.
Origami ist die japanische Kunst des Papierfaltens. Der Begriff setzt sich aus den japanischen Wörtern „oru“= falten und „gami“=Papier zusammen. Bei dieser Technik entsteht aus einen Stück Papier, durch schrittweises falten und knicken, eine 2 bis 3 dimensionale Figur.
Interessant ist, dass die Kunst des Faltens älter ist als die Erfindung des Papiers, denn beispielsweise wurden bereits um 100 v.Ch. edle Stoffe in Form gelegt. Nachdem chinesische Mönche die Erfindung des Papiers nach Japan brachten, entstanden die ersten Origamis. Da jedoch anfänglich Papier rar und teuer war, wurden diese nur für religiöse Zeremonien verwendet. Die Faltgriffe und Figuren wurden innerhalb der Familien, über Jahre von Generation zu Generation, weitergegeben. So gerieten die traditionellen Faltfiguren nie in Vergessenheit.

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Die wohl berühmteste gefaltete Papierfigur ist die des Kranichs. Der Grund dafür liegt in einer der vielen Legenden in Japan. So heißt es, dass derjenige von den Göttern einen Wunsch erfüllt bekommt, welcher eintausend Kraniche faltet. Versucht haben soll dies ein kleines an Leukämie erkranktes Mädchen. Die schwere Erkrankung wurde durch die atomare Strahlung der Atombomben, welche im zweiten Weltkrieg Hiroshima und Nagasaki trafen, verursacht. Unaufhörlich faltete sie Kraniche um von ihrer schweren Krankheit geheilt zu werden, leider vergebens, denn sie schaffte keine eintausend Kraniche mehr.
Seither steht der Papierkranich als Symbol für Frieden und Hoffnung, sowie als Zeichen für den Wiederstand gegen Atomwaffen.

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Aber auch die deutsche Origami Kunst kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Um 1860 verbreiteten sich die Falttechniken rasend schnell. Allerdings wurden sie nicht mehr mündlich weitergegeben. Es entstanden erste allgemein verständliche Zeichnungen, in denen Schrittweise erklärt wurde, wie der Ablauf der Faltungen erfolgt. Seitdem ist die Möglichkeit gegeben das jeder der Lust hat, die Papierfiguren nachbauen kann. Ganze Bücherreihen und Magazine sind auf den Markt gekommen, mit immer neueren und kreativeren Vorlagen, in verschiedensten Schwierigkeitsstufen. Angefangen bei leichten Motiven mit 5-10 Faltungen, können mit viel Übung Motive mit über 110 Faltungen nachgebastelt werden.
Die Origami Faltkunst schult die Lernfähigkeit, Geschicklichkeit und Grundmotorik und natürlich macht sie ganz viel Spaß. Denn das Schöne am Papierfalten ist, wenn mal ein Knick danebengeht, kann man einfach die falsche Faltung rückgängig machen und neu beginnen, ohne Materialverlust.

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Stellt sich nur die Frage, wie können Anfänger die zahlreichen Faltvorlagen nachvollziehen? Welche Falttechniken werden wann verwendet? Und welche Tipps und Tricks gibt es, um gute Ergebnisse zu erzielen? Das alles erklär ich euch im nächsten Artikel! Freut auch drauf und ölt schon mal die Finger =)
Der Autor: madleen




















