
faltkunst-origami.de
Das letzte Mal habe ich über die Geschichte der Origami Kunst geschrieben. Wie angekündigt möchte ich heute über wichtige Grundlagen berichten, die für Sie hilfreich sein können. Für ein schönes Origami werden lediglich Papier und geschickte Hände benötigt. Klingt einfach, aber welches Papier eignet sich?
Ich bin absolute Anfängerin unter den Origami - Faltern. Meine ersten Versuche habe ich mit Papier vom Firmenschreibblock gestartet, welche redlich gescheitert sind. Das Papier war zu dick, ich konnte es nur schwer knicken und die Faltungen blieben nicht lange an, der ihr zugewiesenen, Stelle. Leider konnte ich meinen Kranich nur mit viel Phantasie erkennen. =( Aber Übung macht bekanntlich den Meister und nach einigen Recherchen, habe ich herausgefunden, dass es spezielles Origami Papier zu kaufen gibt, entweder im Schreibwarengeschäft oder online. Heutzutage gibt es eine breite Palette an Papiersorten und Farben. Richtiges Origami Papier ist meistens auf der Vorderseite bunt, auf der Rückseite weiß und bereits quadratisch zugeschnitten. Die Papierquadrate gibt es in verschiedene Größen, zum Beispiel 15×15 cm, 10×10 cm oder 20×20 cm.
Grundsätzlich eignet sich dünnes Papier am besten, aber trotzdem muss es relativ robust sein, damit es nicht gleich reißt bei den ersten Faltmanövern. Für Anfänger ist es ratsam erst einmal mit großen Formaten zu beginnen, so ist es leichter den Überblick zu behalten.
Ich jedenfalls bin erst mal auf ganz normales Kopierpapier umgestiegen und habe es auf 20×20 cm zugeschnitten. Allerdings muss nicht unbedingt Kopierpapier genommen werden, möglich sind beispielsweise auch Geschenkpapier oder Backpapier. Eines der Vorteile beim Origami falten ist, dass fast alle Papiere genommen werden können, beispielsweise Blätter vom Zeichenblock oder das Papier aus der Zigarettenschachtel. Nachteil ist jedoch, dass das Papier oftmals erst in die richtige Größe zugeschnitten werden muss. Das beste Mittel herauszufinden ob sich ein Papier eignet oder nicht, ist immer noch es einfach auszuprobieren und los zu falten.
Jetzt wo das Papier besorgt ist, geht es weiter zu den Faltanleitungen. Im Internet gibt es zahlreiche Anleitungen zum Basteln von den verschiedensten Origamis, in Form von Skizzen, Fotoreihen oder Videos. Jedoch sind diese nicht selten unübersichtlich und kompliziert gestaltet. Meistens wird ein wenig Übung benötigt, um diese nachvollziehen zu können. Als Anfänger sollte Sie schrittweise vorgehen. Ich habe mir zuerst die Grundlagen angeeignet.
Es gibt mehrere Faltmanöver die sich immer wieder wiederholen. Die einfachsten sind die „Berg- und Talfalten“, etwas komplexer sind die „Quetschfalte“ und das „Blütenblatt“.
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Bei einer „Bergfalte“ wird die Kante nach hinten weg gefaltet. In Faltanleitungen wird dieses Manöver als Strich-Punkt-Linie dargestellt |
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Eine „Talfalte“ hingegen verläuft genau gegenteilig. Hier wird die Kante nicht nach hinten weg geknickt, sondern nach vorne. In den Faltanleitungen wird sie als gestrichelte Linie dargestellt. |
Oftmals werden grad vorgenommen Faltungen bewusst wieder entfaltet. In diesem Fall bleibt ein sogenannter „Bruch“, auch „Falz“ genannt, zurück. Ein „Bruch“ wird in den Anleitungen als durchgängige Linie dargestellt. Dieser dient später als Orientierungshilfe oder als Grundlage für alle weiteren Faltschritte.
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Um eine „Zick - Zack - Falte“ zu erhalten wechseln sich „Berg- und Talfalte“ ab. Genauer wird das Papier zuerst nach hinten gefaltet und im zweiten Schritt nach vorne geknickt. Durch die sich abwechselnden Faltungen entsteht das gewünschte Zick-Zack-Muster. |
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Sehr wichtig sind auch die „Umkehrfalten“, diese werden bei fast jeder Figur benötigt. Es gibt zwei verschiedene Arten von „Umkehrfalten“, die nach innen und die nach außen. Bei der „Umkehrfalte“ nach innen wird die Spitze mithilfe der „Berg-und Talfalte“ geknickt und dann entlang der Faltungen nach innen geschlagen. Bei der „Umkehrfalte“ nach außen ist es fast genauso, wieder „Berg-und Talfalte“ knicken und dann nach außen schlagen. |
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Hier wird zuerst die obere rechte Kante zur unteren linken Kante geführt und gefaltet. Das entstandene Dreieck wird so gedreht, dass die mittlere Spitze des Dreiecks nach unten zeigt. Jetzt wird das Dreieck in der Mitte noch einmal gefaltet und wieder entfaltet. Weiter geht es mit der linken oberen Spitze, diese wird zur Mitte hin umgeknickt und ebenfalls wieder auseinandergefaltet. Im nächsten Schritt wird die linke Seite des Dreieckes geöffnet und entlang der Faltungen zu einen Quadrat zusammen gelegt. |
Das „Blütenblatt“ baut auf die „Quetschfalte“ auf.
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Wir falten uns also eine „Quetschfalte“ und dann tasten wir uns an die neue Grundform, indem wir die linke und rechte Kante an den Mittelbruch falten und wieder entfalten. Im nächsten Schritt wird die obere Ecke mit Hilfe einer „Talfalte“ nach unten gefaltet und dann wieder zurückgeknickt. Zum Schluss heben wir die mittlere Ecke von unten an und falten diese nach oben, gleichzeitig wandern die außenliegenden Ecken in die Mitte, noch glattstreichen und fertig ist unser „Blütenblatt“. |
Vielen Anfänger, mich eingeschlossen, haben beim Falten des „Blütenblattes“ ihre Schwierigkeiten. Kleiner Tipp, viel Geduld und immer wieder probieren, nach kurzer Zeit schon prägt sich der Ablauf ein. Weiter würde ich Ihnen empfehlen immer auf einer glatten Oberfläche zu falten und nicht in der Luft. Dadurch wird mehr Stabilität erreicht und das Papier lässt sich leichter und genauer falten. Die Knicke immer schön mit dem Findernagel nachziehen, damit sie auch wirklich langanhaltend gefestigt sind. Jetzt heißt es Üben, Üben, Üben. Nächste Woche schreibe ich über die verschiedenen Arten von Origamis und wir werden unsere erste Origami-Figur falten! Seid gespannt!
Der Autor: madleen



































