Einigen von Ihnen wird es aufgefallen sein, es gab lange nichts mehr von mir zu lesen. Das wird sich demnächst wieder ändern! Aber was war los in der letzten Zeit, was konnte mich vom Schreiben abhalten?
Mein erstes “AfterRelaunch”-Abenteuer lautet “Produktionstag”. Das heißt, ich durfte heute mal in unserer Druckerei den Druckern über die Schulter schauen und meine helfende Hand am Sammelhefter zum Einsatz bringen. Was das genau für eine Maschine ist, dazu komme ich später noch einmal.
Alles begann mit einem sehr, sehr frühen Weckerklingeln. Denn “Morgenstund hat Gold im Mund” oder war es “der frühe Vogel fängt den Wurm”??? Naja, wie auch immer, es war zeitiger als sonst.
Etwas später und munterer in Produktionshalle angekommen, hieß erst einmal Arbeitsplatz säubern. Dies geschah gemeinschaftlich und half ebenfalls beim weiteren Wachwerden. Nun konnte es los gehen! Ich war für den Sammelhefter am Heftplatz 1 eingeteilt und mir Stand einer unserer fleißigen Auszubildenden zur Seite. Darüber war ich auch recht froh, denn bei der Einrichtung und Bedienung einer solchen Maschine muss einiges beachtet werden. Das habe ich heute definitiv gelernt!
Eben genannter Sammelhefter ist eine Maschine, die in der industriellen Buchbinderei, wie auch in unserer Druckerei, eingesetzt wird. Es können aus einzelnen Druckbogen Hefte, Broschüren und Magazine hergestellt werden, die mit einer, oder mehreren Klammern durch den Buchrücken geheftet sind.
Doch wie ging es mit meinem Produktionstag weiter?
Die einzelnen Druckbogen wurden zur Weiterverarbeitung, getrennt voneinander, auf Paletten bereitgestellt. Von da wurden die einzelnen Teile, z. B. der späteren Broschüre, auf die verschiedenen Anleger gelegt.
Anschließend wurden sie von da automatisch abgezogen und nacheinander übereinander auf einer Endlos-Transportkette abgelegt. Diese Transportkette führte die losen Broschürenteile zu dem Maschinensegment in dem die Heftung vorgenommen wurde. Dabei wurden die einzelnen Broschürenteile mit Klammern zu einer Einheit verbunden.
Danach wurde die fast fertige Broschüre zum Dreischneider transportiert. An dieser Stelle wurde die gesammelte und geheftete Broschüre an den offenen Seiten auf das Endformat beschnitten.
Die fertigen Hefte wurden danach über ein Transportband ausgelegt und heute eben von mir verpackt und auf Paletten abgestapelt.
Einige Aufträge und kleine Erfolgserlebnisse später, hieß es abermals Arbeitsplatz säubern und die Maschine an die nächste Schicht übergeben. Das war mein Zeichen für den Feierabend und auch hier wieder etwas ungewohnt Neues. Durch meinen frühen Start war nun vom Tag noch so einiges übrig.
Alles in allem, eine besondere Erfahrung.
Der Autor: Nora





















