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Seit letztem Monat gehört nun auch unsere alte Saxoprint-Leuchtreklame zu den Ausstellungstücken im Buchstabenmuseum Berlin. Natürlich haben wir es uns da nicht nehmen lassen uns selbst auf den Weg nach Berlin zu machen, um einen leicht nostalgischen Blick auf das Vergangene zu werfen. |
Wie Projektmanagerin Petra Hanitzsch nach einer freundlichen Begrüßung im Buchstabenmuseum erläutert, wäre es dem Besucher derzeit beinahe noch möglich die frische Farbe in den Räumlichkeiten zu riechen. Denn erst kürzlich beendeten Studenten der Hochschule Coburg die Arbeiten am neuen Museumskonzept. Dieses entstand im Rahmen einer Diplomarbeit und bietet den Besuchern für einen kleinen Obolus von 2,50 € verschiedene Perspektiven und Geschichten der Exponate. Manch ein Schriftzug zeigt sich dabei erst auf den zweiten Blick und lädt zum genaueren Hinschauen ein.
![]() Petra Hanitzsch führt durchs Museum |
„Derzeit sind es vor allem typografisch interessierte Touristen die das Museum im OG des Berliner Carré am Alexander Platz besuchen“, erzählt mir Petra Hanitzsch beim Gang durch die Räumlichkeiten. |
![]() Saxoprint-Reklame reif fürs Museum |
Neben dem Sparkassen „S“ links und dem ehemaligen Schriftzug von Hertie rechts, von dessen Bergung aus der Spree im letzten Artikel berichtet wurde, ist seit neustem auch unser Saxoprint-Schriftzug im roten Raum des Museums zu finden. |
Beim weiteren Gang durch die Räume des Museums entdeckten wir zu unserem Erstaunen einen weiteren „Dresdner“. Die Leuchtreklame des ehemaligen Industriekombinats Robotron (Lingnerallee 3) gehört ebenfalls seit diesem Jahr zu den Ausstellungstücken und erzählt Ihre ganz eigene Geschichte einer Rettungsaktion kurz vor knapp. Doch sehen die Besucher im Museum nur ein Teil der gesamten Sammlung. Hinter den Kulissen wird fleißig weiter gesammelt, gepflegt und bewahrt.

So warten einige Exponate noch im „Außenlager“, direkt gegenüber vom Museumseingang, auf Ihre Restaurierung oder darauf, dass sich ein passender Platz in einer anderen Ausstellung findet. Denn die Leuchtreklamen von Barbara Dechant und Anja Schulze, den Gründerinnen des gemeinnützigen Museumsvereins, werden gelegentlich auch an andere Ausstellungen in Deutschland verliehen und gehen dann stellvertretend für das Buchstabenmuseum auf die Reise. So taten dies zum Beispiel die Zierfische.
Der Originalschriftzug kam mit einem kleinen Schwarm Leuchtfischen daher, welche in Ihrer ursprünglichen Beleuchtung sogar blubbernde Blubberblasen besaßen. Inzwischen hat der Schriftzug jedoch einen festen Platz im Museum gefunden und begrüßt mit seinen kleinen fischigen Freunden die Gäste im Eingangsbereich.
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Dank kleiner Infotäfelchen unmittelbar neben dem Ausstellungsstück bekommt der Besucher alle Hintergrundinfos zur Leuchtreklame und erfährt so einiges über die Herkunft, bis hin zum Schriftzeichner und dessen persönlicher Geschichte. |
So hergerichtet erlangen die alten Werbereklamen, welche teilweise schon im Entsorgungscontainer lagen, sprichwörtlich wieder neuen Glanz. Gern hätten wir da den einen oder anderen Buchstaben mitgenommen und für unser Büro zweckentfremdet. Da dies verständlicherweise leider nicht möglich ist, es aber bereits vielen Besuchern des Buchstabenmuseums so oder so ähnlich gegangen sein mag, gibt es inzwischen die passenden Museums-Mitbringsel.
Allerdings fehlten noch die richtigen Postkarten im Sortiment und so lag es dann auch nahe, das Frau Dechant auf uns zu kam und uns um Unterstützung bei der Erstellung eines Postkarten-Buchstaben-ABC bat. Gesagt - getan! Das Ergebnis sehen Sie hier:

Wer gern selbst auf Entdeckungstour im Buchstabenmuseum Berlin gehen möchte, der findet alle wichtigen Informationen hier: www.buchstabenmuseum.de
Der Autor: Nora
























