Dies ist eine Serie! In diesem sechsten von sieben Teilen stelle ich Ihnen diese Woche den Komplementärkontrast sowie seine Entstehung und Möglichkeiten zur Anwendung vor.
6. Komplementärkontrast
Die Bezeichnung „Komplementär“ [lateinisch] beschreibt das Verhältnis zweier sich gegenseitig ausschließender, sich aber ergänzender Begriffe, wie bspw. männlich/ weiblich. In Bezug auf die Farbenlehre, setzt sich ein Komplementärkontrast also aus Farben zusammen, welche im Farbkreis von Itten und damit in Ihrem Farbton am weitesten voneinander entfernt sind, sich aber im Zusammenspiel ergänzen.
Das Bedeutet:
● Blau und Orange,
● Gelb und Violett sowie
● Rot und Grün,
ergeben eine komplementäre Farbwirkung.

Für jede Farbe gibt es jeweils nur eine Komplementärfarbe (Ergänzungsfarbe). Werden diese mit einander vermischt, heben sie sich gegenseitig auf und es entsteht ein neutrales Grauschwarz. Unabhängig davon welche Grundfarbe zur Erstellung eines Komplementärkontrastes verwendet wird, jeweils die Mischung der anderen zwei Grundfarben ergibt die passende Ergänzungsfarbe.

Beispiele für die Anwendung des Quantitätskontrastes:
Lichtfarben: Zwei Kompensativfarben (vereinfach gesagt komplementäre Lichtfarben) miteinander vermischt ergeben weißes Licht.
Kunst: Künstler des Expressionismus (1910-1925) verwendeten den Komplementärkontrast, um Ihren Bildern Spannung zu verleihen.
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| Paul Gaugin: Undine (1889) | Henri Rousseau: Tropical Forrest with Monkeys (1910) |
Die Natur: Für die Motivfindung in der Fotografie, bietet die Natur beste Möglichkeiten mit Farbkontrasten Spannung, Lebendigkeit oder Harmonie in einem Bild festzuhalten. Ein besonders schönes Beispiel für einen Komplementärkontrast stellen wir Ihnen hier als Wallpaper zum Download bereit.

Der Autor: Nora






















