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Viele von Ihnen kennen sicherlich die Stop-Motion Filme von blu und wer die schon cool findet, für den hab ich jetzt etwas ganz Ähnliches zum Greifen nahe - IBUg - aus Meerane. Die Abkürzung steht für Industriebrachenumgestaltung und das Projekt hat genau damit zu tun. |
Seit 2006 werden jedes Jahr Industriebrachen durch eine Vielzahl von talentierten Künstlern wieder zum Leben erweckt und zum Schauplatz einer ganz besonderen Kunstform. Meine Kollegen, die dieses Jahr dabei waren, berichten: “Künstler die beim IBUg teilnehmen achten extrem auf Details. Manchmal muss man beim Betrachten der Bilder eher auf Entdeckungstour gehen, als diese nur von Weitem zu betrachten. Wenn bei der Erstbegehung eines Gebäudes mal ein paar alte Schuhe rumstehen, wird später rundherum ein Mann gesprayt. So wird die Umgebung bei diesem Event immer voll mit einbezogen.”
Inzwischen ist IBUg auch keine kleine Hinterhofveranstaltung von einem Verbund von gleichgesinnten Künstlern mehr, sondern fast schon eine Institution mit Pressekonferenz und festgelegten Zeiträumen für die Aufnahme von Fotos und Videosequenzen. Diese werden im Nachhinein alle auf der Seite www.ibug-art.de zusammengetragen und dokumentieren somit jedes einzelne Festival der Industriebrachenkünstler. Neben bildlichen Darstellungen sind auch Installationen wie der “Sack Gang” zu finden. Auch hier muss genau hingeschaut werden, um alles zu erfassen und zu verstehen (siehe Bilder unten).
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Diese Fotos haben wir übrigens Conny Heimer, Letty und Katharina Frucht zu verdanken. Mehr davon gibt es direkt auf: www.ibug-art.de
Wenn ich persönlich so etwas sehe, bekomm ich kribbeln in den Fingern. Das liegt wohl daran, dass ich, als ich noch etwas jünger war, ein ganz ähnliches Erlebnis hatte. So durfte ich das Wohnzimmer meiner Eltern kurzzeitig als meinen Malspielplatz betrachten. Kurz bevor neu tapeziert werden sollte, gaben Sie mir das Wohnzimmer zur Gestaltung frei. Leider gab es damals noch keine adäquaten Dokumentationsmöglichkeiten, so dass es keine Aufnahmen davon gibt. Jedoch fand ich es damals sehr spannend die Dimensionen eines Raumes als Leinwand zu begreifen und Einzelheiten wie völlig selbstverständlich mit einzubeziehen.
Im Gegensatz zum Neutapezieren meiner Eltern, werden die Industriegebäude nach dem Event meist abgerissen und die Kunstwerke auf diese Art vergänglich gehalten.
Ich für meinen Teil habe mir die nächste IBUg fest in meinem Terminkalender eingeplant und bin nächstes Jahr definitiv vor Ort! Der Eintritt bewegt sich übrigens in einem Gebiet um die drei Euro - also durchaus auch erschwinglich.
Der Autor: Nora


























