Sonderfarben sind keine Sonderlinge sondern vordefinierte Volltonfarben sowie definierten Basisfarbtönen, also feste Farbnuancen, deren Vorteil darin besteht, dass sie separat gemischt und dadurch im Druck als Einzelfarbe aufgetragen werden. Das bedeutet, sie werden stets im exakt gleichen Verhältnis gemischt und bieten daher eine hohe Sicherheit für immer gleich bleibende Farbigkeit und somit bestmögliche, farbgetreue Reproduzierbarkeit. Damit ist der Einsatz dieser Farben immer dann besonders empfehlenswert, wenn die Farbe als Markenzeichen dient, d.h. einen hohen Wiedererkennungswert aufweisen muss. Anders ist dies bei den CMYK-Farben die in 4 Druckvorgängen nacheinander aufgetragen werden und so die gewünschten Farben entstehen lassen. Damit kann es von Druckvorgang zu Druckvorgang zu geringfügigen Farbabweichungen im Endergebnis kommen.
Es gibt verschiedene Anbieter solcher so genannter Sonderfarben:
- Pantone (Hexachrome)
- HKS
- RAL
In diesem Artikel soll es um die HKS-Farben gehen, die im vergangenen Jahr ihren 40ten Geburtstag feiern konnten. HKS® steht für den HKS-Warenzeichenverband e.V. der sich aus den Firmen Hostmann-Steinberg GmbH, K(ast)+E(ich) Druckfarben der Flint Group Germany GmbH und H. Schmincke & Co. GmbH & Co. KG zusammensetzt. Ursprünglich wurden die HKS-Farben ausschließlich in Deutschland verwendet. Die Globalisierung macht jedoch auch vor Farben keinen Halt, sodass diese heute weltweit zum Einsatz kommen.
Die Angaben über die verwendeten Grundfarben weichen stark von einander ab, da sich diese Zahl im Laufe der Zeit immer wieder verändert hat. Die aktuelle Angabe des Herstellers (88) sollte jedoch zuverlässig sein. Zu jeder Grundfarbe gibt es 39 Nuancen, so dass sich ein Farbfächer mit 3520 verschiedenen Farbtönen ergibt. Diese werden auch h’ufig als Schmuckfarben bezeichnet, was auf deren normalerweise recht sparsamen Einsatz verweist, um den Wiedererkennungswert zu stärken.
Neben der hohen Farbtreue in aufeinander folgenden Druckvorgängen war es das Ziel der Entwicklung dieses Farbsystems, Farbskalenpaletten zu definieren, die eine hohe Farbidentität auch bei der Verwendung verschiedenster Papiersorten zu ermöglichen. Die HKS-Farbfächer, die der unterschiedlichen Farbwiedergabe in Abhängigkeit vom bedruckten Papier gerecht werden, sind mit einem entsprechenden Großbuchstaben gekennzeichnet: 
- HKS E - Endlospapier
- HKS K - Kunstdruckpapier
- HKS N - Naturpapier
- HKS Z - Zeitungspapier
Die weiteren Zahlen, die sich oft an diesen Großbuchstaben anschließen, stehen zum einen für die Intensität des Farbtons (z.B. 40 = 40%) und zum anderen für die Rasterstufe Schwarz; je höher dieser Wert ist, desto dunkler erscheint die Farbe (30 = 30%). Somit steht die folgende alphanumerische Kombination HKS 4 K - 40 - 30 für einen bräunlich wirkenden Gelbton (HKS 4 K = Grundton für Kunstpapier, 40 = 40% Intensität, 30 = 30% Rasterwert).
Was aber, wenn die Druckerei meines Vertrauens keine HKS-Farben verwendet?
Es gibt die Möglichkeit die HKS-Paletten näherungsweise in andere Farbräume zu übersetzen. Das heißt, es besteht ein vom HKS-Farbenhersteller vorgegebenes Mischverhältnis für die Druckfarben CMYK. Beispielsweise entspricht HKS 47 einem Cyan-ähnlichen Blau: 1.000/0.185/0.000/0.173. Dem entspricht etwa 0/172/211 (RGB) bzw. #00ACD3 (Hexadezimal). Die gebrochenen Zahlen weisen bereits darauf hin, dass es sich nie um ein identisches Farbergebnis handeln wird. Daher ist bei Logos bzw. Markenfarben die als HKS-Farben angelegt wurden darauf zu achten, dass diese auch stets als solche gedruckt werden um deutlichen Abweichungen vorzubeugen und den Wiedererkennungswert zu gewährleisten.
Weitere Informationen zum Hersteller der HKS-Farben gibt’s auf: www.hks-farben.de.
Eine Umrechnungstabelle finden Sie auf: http://www.tabelle.info/hks_farben.html
Der Autor: Cindy S.




















