Das Osterfest steht vor der Tür und viele Familien und Angehörige werden sich in der Heimat wiedersehen und traditionell das Osterfest zelebrieren. So auch in der Oberlausitz, eine Region, die sich über weite Teile in Ost-Sachsen und kleinen Gebieten in Polen und Brandenburg streckt. In Sachsen umfasst die Oberlausitz in etwa die Landkreise Bautzen und Görlitz. Falls Sie also während der Osterferien eine Reise in diese Region vornehmen, sollten Sie sich am Ostersonntag, 12. April 2009, das traditionelle Osterreiten in der Gegend zwischen Bautzen, Kamenz und Hoyerswerda nicht entgehen lassen. Denn Traditionen verbinden Völker!
Was ist also das Osterreiten? Und wann ist dieser Brauchtum entstanden?
Ein Einblick in die Geschichte:
Das Osterreiten ist ein sorbischer Brauchtum, der von Katholiken in Form eines Reitumzuges von Ort zu Ort begangen wird. Dieser Festakt entstand aus der Zeit der heidnischen Slawen (Völker aus dem ostmittel- und osteuropäischen Raum), als sie stets im Frühjahr die Felder umritten und damit um eine gute Ernte erbaten. Diese Tradition wurde beibehalten und das Osterreiten, wie es heutzutage zelebriert wird, wurde erstmals 1541 zwischen den Orten Wittichenau und Ralbitz durchgeführt und ist auch heute noch eines der Wahrzeichen für die Oberlausitz. Die Prozession erstreckt sich über viele Orte in der Oberlausitz und seit Ende der 1990er Jahre wurde der alte Brauch auch bei Lübbenau in der evangelischen Niederlausitz wiederauferlebt.
Der Ablauf des Osterreitens:
Jeden Ostersonntag reiten über tausende katholische Sorben - ein westslawisches Volk in Ost- Deutschland - durch die Nachbargemeinden. Sie singen und beten und verkünden die frohe Botschaft über die Auferstehung Jesu Christi. Die feierliche Osterreiterprozession beginnt an der jeweiligen Pfarrkirche eines Ortes. Dies ist der Ausgangspunkt, an dem die Osterreiter vom Pfarrer gesegnet und ausgesandt werden. Von Fahnenträgern angeführt und den Trägern der Christusstatue und des Kreuzes sind alle Reiter mit schwarzen Hosen, Gehrock, Zylinder und Stiefeln, sowie die Pferde festlich geschmückt.
Gerade dieses einzigartige Bild und der Brauchtum dieses Festumzuges zieht Jahr für Jahr Anfang April tausende Besucher in die Sorbische Oberlausitz. Die Prozession, am 12. April 2009, können Sie bei folgenden Routen hautnah miterleben.
Nun steht nichts mehr im Wege dieses Spektakel zu besuchen und die schönen Seiten der Oberlausitz zu entdecken. …Viel Spaß…
Der Autor: Felix
























