
Nachdem uns Nora so schön erklärt hat das man dank einfacher Falttechniken aus einer simplen Serviette einen hübschen Hasen zaubern kann, möchte ich heute dieses Thema noch einmal aufgreifen und ein paar Anregungen geben, dass man aus Papier noch viel mehr machen kann als nur Visitenkarten, Flyer oder Broschüren. Und ich möchte zeigen, dass man damit sogar richtig Auffallen kann und die ganze Arbeit dabei nicht umsonst ist.
Doch zuvor erst einmal etwas zur Herkunft dieser Falttechnik, welche man Origami nennt. Origami ist japanisch und bezeichnet im übertragenen Sinn die Kunst des Papierfaltens. Dabei entstand die Falttechnik schon lange vor der Erfindung des Papiers, nämlich schon etwa 100 v. Chr., in China. Damals wurden statt Papier nur eben alle möglichen Stoffe benutzt. Der Sinn des Ganzen beruht darauf aus einem meist quadratischen Stück Papier eine dreidimensionale Figur herzustellen und das nach Möglichkeit ohne weitere Hilfsmittel wie Schere oder Klebstoffe.
Heutzutage gibt es bereits einige Computerprogramme welche dabei helfen sollen sich eigene Vorlagen am PC zu entwerfen. Gefaltet werden können neben Papier Stoffe, Servietten oder auch Geldscheine. Die beliebtesten Formen unter den Origami Fans sind ohne Zweifel alle Varianten von Blumen und Tieren. Dabei kann man von der Maus bis zum T-Rex so ziemlich alles aus diesem Stück Papier machen. Doch auch Schuhe, Schiffe und Sitzmöbel sind für den Profi möglich. In Deutschland gibt es seit 1989 einen eingetragenen Origami Verein, der sich ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt und mehrmals im Jahr Treffen und Wettbewerbe organisiert und viele Informationen und Anleitungen zum Falten gibt.
Verwendungsmöglichkeiten der Origamifiguren:
- Einfach zum hin stellen und anschauen
- Für originelle Geldgeschenke
- Als Werbemittel, z.B. Flyer für ausgefallenene Veranstaltungen
- Tischkarten für Feiern und Hochzeiten
Möchte man eine kleinere Veranstaltung damit bewerben und scheut man sich nicht vor ein wenig Bastelarbeit dann sind 500 – 1000 Stück dieser Schwäne mit ein paar helfenden Händen in ein oder zwei Tagen gefaltet. Wenn man so etwas als Flyer verwenden möchte, kann man mit Sicherheit auf sehr hohe Wahrnehmung setzen, da diese Flyer sehr auffällig sind.
Zum Abschluss möchte ich hier noch eine einfache aber sehr schöne Anleitung zum Falten eines Schwans vorstellen.
| Schritt 1: | Nehmen Sie ein beliebig großes Stück Papier, egal wie groß, es muss nur quadratisch sein. |
| Schritt 2: | ![]() |
Falten Sie das Papier diagonal von einer Ecke über die Mitte zur gegenüberliegenden Ecke Dann wieder auseinander Falten, so dass der mittelfalz horizontal vor einem liegt |
| Schritt 3: | ![]() |
Die obere Kante und die untere Kant zum Mittelbruch hin falten |
| Schritt 4: | ![]() |
Dann das ganze einmal wenden, so das die offenen Kanten unten liegen und die Spitze nun in die andere Richtung zeigt. |
| Schritt 5: | ![]() |
Nun wieder die obere Kante und die untere Kant zum Mittelbruch hin falten |
| Schritt 6: | ![]() |
Jetzt wird die linke Spitze zur rechten Ecke hin gefaltet |
| Schritt 7: | ![]() |
Um den Kopf herauszuarbeiten wird die Spitze noch einmal halbiert und nach links zurück gefaltet. |
| Schritt 8: | ![]() |
Das Ganze noch im Mittelbruch zusammenfalten und schon kann man langsam das Ergebnis erahnen. |
| Schritt 9: | ![]() |
Als vorletzten Schritt muss nur noch der Schwan aufgerichtet und der Kopf nach oben geklappt werden, damit das Ganze später auch steht. |
![]() |
Fertig ist der Schwan 
Wem das ganze als schriftliche Anleitung zu kompliziert ist kann sich hier Anleitungen für verschiedene Figuren anschauen. Dort kann man sich Videos zum Falten von einigen Tieren und Pflanzen Schritt für Schritt anschauen.
Bildquellen: http://www.origami-kunst.de/faltanleitungen/diagramme/schwan/
Der Autor: Steffi





























