Ursprünglich wollten meine Freunde ihre Einladung selbst gestalten und wiesen mich auf eine Website hin, die die Funktionalität aufwies, durch Templates eine bspw. Einladung in einem gewissen festgelegten gestalterischen Rahmen zu entwerfen. Nachdem ich mir dies anschaute und meine Schnappatmung ob der Preisstaffelung wieder nachließ, rief ich den Freund an und bot ihm an, die Gestaltung der Hochzeitseinladung zu übernehmen. Wichtiger Punkt: die geringe Auflage von ca. 80 Stück. Es ist mir durchaus bewusst, dass es ab einer gewissen Menge für den Dienstleister und den Inanspruchnehmer alles andere als wirtschaftlich ist. Eine kurze Websuche bescherte mir dann die Druckerei, die die Lösung für mein Problem hatte. Beziehungsweise – es gab keines mehr.
Unabhängig von der Lieferzeit, die der Angabe der Druckerei NICHT gerecht wurde, denn die Ware traf vor dem angegebenen Datum ein, bin ich auch mit der Druckqualität und Verarbeitung sehr, sehr zufrieden.
In dem fertigen Druckerzeugnis habe ich festgestellt, das Haarlinien teilweise wegbrechen – woran immer dies auch liegen mag. Wir reden hier jedoch nicht von der Produktion eines Hochglanzmagazin mit exakter Darstellung von Hauttönen oder der technischen Zeichnung des SpaceShuttles – dessen sollte man sich gewahr sein; ist man es, wird man nicht enttäuscht.
Es gibt Situationen, in denen Druckdateien schon im Workflow sind und man feststellt, dass eine nachträgliche Änderung für das Erzeugnis gewünscht wird. Nach meinen Erfahrungen ist es einfacher, im Handstand den Eiffelturm zu erklimmen als problemlos der Druckerei die geänderte Datei zukommen zu lassen. Geht alles, aber die Kosten stehen m.E. in keinem Verhältnis dazu.
Und weil es sonst langweilig geworden wäre, kam kurze Zeit später, nachdem ich die Daten zur Verfügung gestellt hatte, noch eine Änderung. Telefonnummer (was sonst!). Ich hatte schon kalten Schweiß auf der Stirn, als ich bei Saxoprint anrief und mich devot nach einer erneuten Zusendung der Daten erkundigte. Ich hatte schon mit Dingen wie „…sicher können Sie das tun, allerdings kostet es noch mal so viel, aber wir können Ihnen entgegen kommen und den Betrag auf Ihre nächste Bestellung anrechnen.“ Ok. Welche nächste Bestellung? Wissen die was, was ich nicht weiß? Muß ich jetzt Angst haben?
Wie auch immer, dieses Problem sollte einigen bekannt sein. Was tut die Firma Saxoprint? Unglaublich! Sie bietet mir doch tatsächlich und allen Ernstes an, die geänderten Daten noch mal zu schicken.
Daumen hoch! Der link „meindruckportal.de“ darf in keinem Lesezeichen fehlen. Meins ist es in jedem Fall.
Jens Riedel
Der Autor: SteAm





















