
entworfen von Isabel Ladusch
Jeder hat so etwas schon mal gesehen, vielleicht auch schon mal selbst entworfen! Bilder in Pop-Art-Style. Heute möchte ich mich dieser auffälligen Kunstrichtung genauer zuwenden. Auffällig deswegen, weil sie sich durch originelle, farblich interessant gestaltete Bilder oder Skulpturen auszeichnet. Pop-Art ist die Kurzform von „popular Art“, was so viel bedeutet wie volkstümliche Kunst.
Angefangen hat alles um 1950 in Amerika ebenso wie in England. In den 60er Jahren entwickelte sich die neue Kunstform schließlich zur dominierenden im gestalterischen Bereich.
Pop-Art löste den damalig vorherrschenden Expressionismus ab. Der Expressionismus vertrat die abstrakte Kunst. Formen und Farben wurden in ungewöhnlichen Kombinationen verwendet und Personen oder Objekte waren oftmals verzerrt dargestellt. Ziel der Künstler war es aus veralteten Mustern auszubrechen.
Ganz anders der Pop-Art-Style, hier werden die Gegenstände klar und deutlich visualisiert. Im Gegensatz zum Expressionismus ist der Inhalt des Bildes immer klar definierbar.
Die Besonderheit an der Pop-Art Bewegung ist, dass nicht nur die Arbeiten der nachfolgenden Künstlergeneration beeinflusst worden sind, sondern auch die weltweite Werbe-, Mode- und Grafikbranche. Ziel war es die Grenze zwischen Kunst und Alltag zu brechen. Alles sollte bildhaft verarbeitet werden, Alltagsgegenstände sollten genauso verwendet werden, wie berühmte Filmstars, Reklamebilder oder Comics. Aus diesem Grund wurde sie zu der bedeutendsten Kunstform des 20. Jahrhunderts.
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Ein weiterer bahnbrechender Künstler war der Amerikaner Andy Warhol. Er war Grafiker, Künstler, Filmemacher und Verleger in einem und schuf viele Werke, die bis heute weltberühmt sind. Zum Beispiel das populäre Bild von der Schauspielerin Marilyn Monroe und der von ihm entworfenen Suppendose. Gedruckt, nicht gemalt, wurde dieses und auch viele andere Werke von Andy Warhol. |
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Machbar wurde dies durch die Entwicklung des Siebdruckes. Dieses Verfahren ermöglichte die maschinelle Vervielfältigung, durch eine Technik des Schablonenfarbauftrags. Hierbei wird Farbe durch ein feinmaschiges Sieb gepresst. Mit Hilfe einer Schablone kann jedes gewünschte Motiv gedruckt werden. Somit hatten die Künstler die Möglichkeit Ihre Kunstwerke zu vervielfältigen. Notwendig war dies für die Werbung, zum Beispiel auf Verpackungen oder Plakaten.
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Eine weitere Darstellung des Pop-Art-Styles ist die systematische Aneinanderreihung desselben Motives. Andy Warhol bediente sich öfter dieser Technik, zum Beispiel bei seinen Werken mit den Coca Cola Flaschen, oder bei seinen weltbekannten Bildnis von Marilyn Monroe. |
Doch jetzt stellt sich die Frage, wo heute aktuell noch der Pop-Art-Style verwendet wird?
Genutzt wird diese immer noch in vielen Branchen für die Gestaltung der Verpackung von Produkten. Hauptsächlich aber nutzen den Pop-Art-Style viele private Personen, oftmals unbewusst. Viele gestalten selber Pop-Art Bilder in ihrer Freizeit, da diese Art des Malens viel Freiraum für Kreativität lässt. Man wählt ein Motiv und kann diesem einen besonderen Effekt verpassen, indem beispielsweise der Hintergrund in Pop-Art gestaltet wird. Desweiteren gibt es viele Internetanbieter, die aus einem privaten Foto, zum Beispiel einem Urlaubsfoto, ein Pop-Art Bild in Andy Warhol-Style erstellen.
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Oder Sie gestalten selber aus Ihren eigenen Fotos Pop-Art -Bilder am Computer. Entweder mit Adobe Photoshop oder einer speziellen Software, welche allerdings kostenpflichtig im Internet zu erwerben ist. Lassen Sie Ihre selbst gestalteten Fotos dann entwickeln, oder auf ein T-Shirt drucken, haben Sie ein besonderes Geschenk, oder einfach eine coole Erinnerung. |
Wer will seine Bilder auch immer nur in ein Fotoalbum stecken?
Ergänzung:
In der Hamburger Kunsthalle, findet noch bis 9. Mai die Ausstellung “Pop Life - Warhol, Haring, Koons & Co.” statt. Business-Kunst von Damien Hirst und Andy Warhol.
Der Autor: madleen
























